Was ist Verhaltenstherapie?

Verhaltenstherapie ist ein anerkanntes Richtlinienverfahren der gesetzlichen Krankenversicherung und hat sich bei zahlreichen Störungsbildern des Kindes- und Jugendalters als effektive Behandlungsmethode erwiesen.

In der Verhaltenstherapie wird der Mensch als ein von Beginn an lernendes Wesen begriffen und Störungen als etwas im Laufe der Entwicklung durch schwierige Umstände Gelerntes aufgefasst. Das Verhalten eines Menschen wird nicht nur durch die nachfolgenden Konsequenzen geformt und aufrechterhalten, sondern auch durch gedanklichen Selbstgespräche begleitet. Therapeutische Veränderungen werden folglich nicht nur durch an der Veränderung der Konsequenzen eines problematischen Verhalten erzielt, sondern auch durch eine Veränderung nicht hilfreicher Selbstgespräche, Bewertungen, Einstellungen und Überzeugungen. In der kognitiv-behavioralen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie werden die therapeutischen Prozesse entsprechend kindgemäß und spielerisch gestaltet. Insbesondere bei jüngeren Kindern ist eine intensive Einbeziehung der Eltern sowie gegebenenfalls weitere relevanter Bezugspersonen unumgänglich.